Bayern vor 200 Jahren

Eine illustrierte Geschichte in Erzählungen, Bildern, Liedern und Texten


Samstag, 26.05.2018, 20.00 Uhr, Hoftheater Bergkirchen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bergkirchen


Zum 200. Jahrestag der Bayerischen Verfassung von 1818



1808 und 1818 wurde für das Königreich Bayern eine Verfassung als konstitutionelle Monarchie beschlossen. Jene Zeit hat sich als besonders geschichtsmächtig erwiesen und Land, Staat und Bevölkerung Bayerns nachhaltig geprägt: So ermöglichten die Reformen des Grafen Montgelas unter König Max I. Joseph Bayerns Entwicklung zu einem modernen Gemeinwesen, während die Bauten Leo von Klenzes, die er im Auftrag König Ludwigs I. errichtete, zu den schönsten Architekturdenkmälern Bayerns zählen. Und schließlich verdanken dem legendenumrankten König Ludwig II. noch heute ganze Wirtschaftszweige in Bayern ihre Existenz. Wir machen uns auf den Weg zu einem unterhaltenden Streifzug durch 113 Jahre bayerische und Wittelsbacher (Königs-) Geschichte zwischen 1806 und 1919.


Als Gast erwarten wir den Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler, der zwei Geschichten lesen wird.


Vor der Lesung wird das Publikum zu kleinen kulinarischen Häppchen geladen.


Es lesen Herbert Müller, Ansgar Wilk, Tobias Zeitz und Gast Dr. Norbert Göttler

Musikalische Gestaltung: Robert Scheingraber

Bildprojektionen: Ulrike Beckers


Eintritt 5 Euro




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Bereits vergangene Zeitreisen


Martin Luther & Thomas Münzer

oder die Einführung der Buchhaltung

Eine Lesung aus dem Theaterstück von Dieter Forte

mit Musik aus der Renaissance


Di 31.10. um 20.00 Uhr, Kulturschranne Dachau


Zum 500. Jahrestag der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen





Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

Eine Lesung seiner Erzählungen am zweiten Weihnachtsfeiertag


Dienstag, 26.12.2017, 20 Uhr, Hoftheater Bergkirchen


Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll am 21.12.1917





Der Herr Karl

Ein gelesener Monolog von Helmut Qualtinger und Carl Merz

unterlegt mit Klaviermusik


Mi 24.1. um 20.00 Uhr SPIELORT HOFTHEATER BERGKIRCHEN


Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar



Das "Raunzen", einmal liebenswürdig und selbstzufrieden, dann wieder hintergründig und ein wenig bösartig, gehört seit Jahrhunderten zu den Eigenschaften Wiener Bühnenfiguren. Was Johann Nestroy im 19. Jahrhundert vormachte, haben Autoren und Theaterleute im 20. Jahrhundert aktualisiert. So steht der "Herr Karl" von Helmut Qualtinger ganz in der Nähe des "Josef Bieder" von Otto Schenk. Dieser räsonniert über das Theater, jener über die Zeitenläufe im allgemeinen. So ist es eigentlich nur logisch, dass Herbert Müller, der vor einigen Jahren im Hoftheater Bergkirchen den "Josef Bieder" spielte, nun mit einer Lesung des "Herrn Karl" auftritt.


Dieser "Herr Karl" ist ein zumeist unwirscher Geschäftsdiener in einem Delikatessenladen, in dem es nur Dosen gibt. Ihm ist nichts recht und er hält sich aus allem heraus. In Qualtingers Solostück erzählt er seine Lebensgeschichte, die Geschichte eines opportunistischen Mitläufers, der sich im wechselhaften Gang der österreichischen Geschichte vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zu den 1950er Jahren durchs Leben manövriert hat. Das Heraushalten ist sein Markenzeichen, das ihn unter anderem auch zu einem der vielen Mitläufer Hitlers gemacht hat und ihn nicht daran hindert, in den 50-er Jahren den neuen Besatzungsmächten "dienlich zu sein". Der hintergründige Humor des Stückes machte den "Herrn Karl" nach seiner Uraufführung 1961 auf einen Schlag berühmt.



Pressestimmen


„Dem Herrn Karl ist es egal

... Im Hoftheater Bergkirchen gab es am Mittwochabend, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, statt großer Reden dieses aufwühlende Stück Theater- und Zeitgeschichte in einer szenischen Lesung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Herbert Müller spielte den ewigen Opportunisten Herrn Karl. Petra Morper setzte mit "Wiener Blut" von Johann Strauß, Filmmusik aus "Schindlers Liste" und "Der dritte Mann" sowie dem Couplet "Schön ist so ein Ringelspiel" die mal erheiternden, mal bedrückenden musikalischen Wegweiser... Herbert Müller spielt den Herrn Karl mit hintergründiger Boshaftigkeit. Da ist nichts vom berühmten Wiener Schmäh zu spüren. Vielmehr entlarvt Müller diesen Wurm im schmutzig-beigen Lageristen-Kittel und sein ewiges "Ich kümmere mich nicht um Politik, ich schau nur zu" als Egoisten, der zum Mitläufer und Mittäter wird. Dass der notgeile alte Knacker in lebenslang eingeübter Manier nebenbei noch die unsichtbare Chefin anschleimt, ist so etwas wie das Tüpfelchen auf dem I des immerwährenden Selbstbetrugs. ,Ich hab' ein durchgehend gutes Gewissen, mein Leben betreffend‘, resümiert Herr Karl. Für ihn ist das Leben ein Ringelspiel. In dem haben Verantwortung und Verantwortlichkeit, kurz Moral, keinen Platz. ,Das werden Sie als junger Mensch vielleicht noch nicht so begreifen. Aber Sie werden noch oft an mich zurückdenken`.“

(Süddeutsche Zeitung)


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Mia Lollita

Der Briefwechsel König Ludwigs I. mit Lola Montez


Mittwoch, 28.02.2018, 20.00 Uhr, Hoftheater Bergkirchen


Zum 150. Todestag des Bayerischen Königs Ludwig I. gestorben am 29.02.1868 in Nizza


Lola Montez hat, wie Ludwig I. von Bayern, in mehrfacher Hinsicht Geschichte gemacht. Und es war 1995 schon eine rechte Sensation, daß der Briefwechsel zwischen der gebürtigen Irin, die sich als spanische Tänzerin ausgab, und dem großen Bauherrn nach so vielen Jahren der Geheimhaltung, dann der Nichtbeachtung ans Licht befördert worden ist. Gut zweihundert Briefe dokumentieren eine explosive Liebesgeschichte, wie sie wohl selbst das Leben nur einmal schreibt.


Musikalisch untermalt wird der Abend von Petra Morper am Flügel mit spanischen spanischen Tänzen von Joaquin Turins.


Zusammenstellung: Ulrike Beckers

Es lesen Janet Bens und Herbert Müller

Klavier: Petra Morper





Mein Leben

Aus den Memoiren von Marcel Reich-Ranicki


Karfreitag, 30.03.2018, 20.00 Uhr, Hoftheater Bergkirchen


Zum 30. Jahrestag des „Literarischen Quartetts“


Als Reich-Ranicki, kaum neun Jahre alt, aus seiner polnischen Geburtsstadt Wloclawek an der Weichsel nach Berlin übersiedelt, verabschiedet ihn seine Lehrerin mit den Worten: „Du fährst, mein Sohn, in das Land der Kultur.“ Doch das Land der Kultur stellte sich schon dem Kind nicht ohne düstere Seiten dar. Wie ein roter Faden zog sich diese zwiespältige und widerspruchsvolle Erfahrung durch sein weiteres Leben: Das Glück, das er der deutschen Literatur verdankte, der deutschen Musik und dem deutschen Theater, schien untrennbar verknüpft und verquickt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. In seinem Buch „Mein Leben“, das weder Triumphgesang noch Klagelied ist, bewährt sich der Kritiker als tempramentvoller und anschaulicher Erzähler und als unbestechlicher Zeuge des Jahrhunderts.


Es liest Herbert Müller




Zeitreisen: Konzil-Geschichten

Zum 600. Jahrestag des Endes des Konzils von Konstanz 1414 - 1418


Mittwoch, 25.4. um 20.00 Uhr


Vor 600 Jahren fand der größte Kongress des europäischen Mittelalters in Konstanz statt. Menschen aus der damals bekannten Welt strömten an den Bodensee. Der deutsche König Sigismund wollte die durch drei Päpste gespaltene Christenheit einen und die kriegerischen Konflikte in Europa lösen – Dialoge statt Waffengewalt. Doch nicht nur „große Geschichte“ wurde in Konstanz geschrieben, viele alltäglich und außergewöhnliche Sagen, Legenden und Geschichten ranken sich um das Konzil. So sind Erzählungen von der schönen Kurtisane Imperia ebenso überliefert wie von Konzilskindern und Pfaffenbälgern und vom Teufel, der das Konzil besuchte.


Es lesen Herbert Müller und Janet Bens.


ZEITREISEN

Termine


Sa 26.5. um 20.00 Uhr - Preis 5 Euro - Ausverkauft

Lesungen zu Jahrestagen 2017/18


SPIELZEIT 2017/2018